Die Beetrosen bieten das größte Verwendungsspektrum innerhalb der verschiedenen
Rosengrupppen. Überall, wo neben einem geeignetem Substrat genügend Licht, Raum
u. Feuchtigkeit zur Verfügung stehen, lassen sich Beetrosen pflanzen. Sie werden
eingesetzt für groß- u. kleinflächige Beetbepflanzungen, als niedrige Hecken- pflanzung,
als Grabbepflanzung, als Kübel- oder Trogbepflanzung usw. Ob im Vorgarten, in
öffentlichen An- lagen, im Schrebergarte, im Hausgarten, als innerstädtisches Straßen-
begleitgrün oder als Schaubepflanzung in Rosarien u. auf Ausstellungen, an einem
sonnigen Standort gedeiht die Beetrose nahezu überall. Teilweise sind sie - vor allem
Floribundarosen und Bloribund - Grandiflora - auch gut als Schnittrosen geeignet. In
Verbindung mit anderen Pflanzen, z.B. Stauden, lassen sich reizvolle Blüten- und
Farbkombinationen verwirklichen.
Strauchrosen bieten sämtliche Verwendungsmöglichkeiten anderer Ziersträucher,
verfügen jedoch über einen wesentlich längeren Blühzeitraum. Ob als
Hecke, als Vorpflanzung, als Farbtupfer in Anlagen oder Blumenbeeten, der
Verwendung der Strauchrosen sind nahezu keine Grenzen gesetzt.
Insbesondere die Klein-Strauchrosen mit gedrungenem, vollem Wuchs bis zu
einer Höhe von ca. 80cm, gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sich mit ihnen
besonders kleinere Flächen dekorativ gestalten lassen.
Kletterrosen bieten dank ihres Wuchscharakters eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten.
Sie bringen Blüten– u. Farbenpracht an Hauswände, Pergolenu. Lauben. Mit Kletterrosen
lassen sich blühende, grüne Zäune pflanzen, sie überwachsen Felsengruppen u. Böschungen
(auch in Hängeform) u. bilden herrliche Kaskaden. In Gruppen oder als Einzelpflanzen eignen
sich aufrecht wachsende Sorten auch als Ziersträucher u. bilden mit einem entsprechenden
Untergerüst wahre Blütenpyramiden.
Die Rambler-Rosen, von englisch ramble - umherschweifen, sind eine relativ junge
Entwicklung in der Rosenzüchtung, die seit Anfang des 19. Jahrhunderts währt. Durch
Einkreuzung der chinesischen Rosa multiflora und Rosa wichuraiana entstand eine
Gruppe von kletternden Rosen, die mit langen, weichen und biegsamen Trieben ohne
Klettergerüst an tragfähigen Bauteilen und Bäumen bis zu 10 m hoch ranken und mit
Blütenbüscheln aus kleineren, wildrosenartigen Blüten eine überreiche Wirkung
entfalten. Ohne Rückschnitt und Pflege sind sie geeignet, in naturnahen Gärten sich
selbst überlassen zu bleiben.
Edelrosen zeigen Ihren besonderen Charakter in kleinen Gruppen und in Verbindung
mit anderen Pflanzen, z.B. Stauden. Sie beeindrucken durch ihre wohlgeformten,
überwiegend duftenden, großen und haltbaren Blüten und sind daher
auch sehr gut als Schnittrosen geeignet. Um beim Schnitt eine optimale
Einzelblüte zu erreichen, empfiehlt es sich, Seitenknospen frühzeitig zu entfernen.
Diese neuen Züchtungen im Stil der „Alten Rosen“ werden aus Kreuzungen von
historischen mit modernen Sorten erzielt. Sie besitzen meist die begehrte dichtgefüllte
Blumenform u. den guten Duft der alten Rosen u. verbinden diese mit der langen Blütezeit
der heutigen Rosen. Vor allem findet man unter ihnen auch viele Sorten in Gelb-Nuancen u.
Aprikose, die man unter den alten Sorten leider vermisst. Viele der „Englischen Rosen“
neigen wegen ihrer stark gefüllten Blätter dazu, dass sie hängen. Die öfterblühenden
Sorten sind in etwa so widerstandsfähig wie die meistern der heutigen Edelrosen.
Englische Rosen zu halten wie Beet– u. Edelrosen: Mit jährlichem Rückschnitt
im Frühjahr!
Bodendeckende Rosen bilden keine eigene Rosengruppe. Es sind Selektionen aus einigen
Rosengruppen. Sie sind durch ihren Wuchscharakter besonders als bodendeckendes Gehölz
geeignet. Züchtung und Selektion haben das Sortenspektrum bei bodendeckenden Rosen in
den letzten Jahren stark vergrößert. Die bodendeckenden Rosen eignen sich besonders zur
großflächig blühenden Bodenbedeckung in Parkanlagen, Gärten, an öffentlichen Gebäuden aber
auch als blühende Auflockerung in Steingärten, als Unterpflanzung oder zur Begrünung von
Böschungen. Als innerstädtisches Straßenbegleitgrün sind sie ebenfalls gut geeignet.
Parkrosen - Rosen nicht nur für den Park. Zu dieser Rosengruppe gehören nahezu alle
botanischen Rosenarten u. deren Sorten wie Moos-, Centifolia-, Eglanteria-, (rubiginosa) u.
Rugosa-Sorten sowie die Spinosissima-Hybriden. Eine Vielzahl von Blütenfarben und
formen sowie ein reicher Fruchtschmuck ergeben ein breites Verwendungsspektrum. Ob als
Einzelpflanze, in Gruppen, als lockere Heckenpflanzung, als Hangbepflanzung oder
Unterpflanzung von lichten Gehölzen, Park- u. Moosrosen zeigen immer ihren
aussergewöhnlichen Charaktar.